Wunsch nach FREIHEIT stärker als Mauern

Gedenken an Mauerfall vor 30 Jahren in Wetzlar

Zum Gedenken an den Mauerfall 1989 trafen sich heimische Politiker aus Ost und West mit jungen Menschen von der Eichendorffschule sowie Vertretern aus den Partnerschaftsvereinen am Denkmal der Mauer zum zentralen Gedenken an dieses Ereignis in Wetzlar. Der Vorsitzende der Europa-Union Sven Ringsdorf begrüßte am Mauerrest aus der Partnerstadt Berlin-Neukölln die zahlreichen Gäste, darunter den Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, Wetzlarer Stadtrat Karlheinz Kräuter und vom Landkreis Lahn-Dill Wolfram Dette. 

Gedenken an den Mauerfall 1989 vor 30 Jahren am Mauerstück aus Berlin-Neukölln in Wetzlar

Vor 30 Jahren, in der Nacht des 9. November 1989, standen die Grenztore über Nacht plötzlich weit offen aufgrund einer denkwürdigen Pressekonferenz und der irrtümlichen Mitteilung von Günter Schabowski zur „sofortigen“ Ausreisemöglichkeit der DDR-Bürger. Die nahmen ihn wörtlich. 

Ein historisch denkwürdiger Moment, wie auch die Gäste aus Wetzlars Partnerstadt Ilmenau in Thüringen und aus Berlin-Neukölln in ihren Erinnerungen bestätigten. Das es letztendlich eine friedliche Revolution blieb, die den Fall der unmenschlichen Mauer ermöglichte und an deren Ende die Wiedervereinigung 1990 stand, war ein Glücksfall für die deutsche Nation. Aus Zeitzeugenberichten zitierten die Eichendorff-Schüler diesen glücklichen Moment deutscher Geschichte in denen sich die Worte „Freiheit“ durch die Zitate zogen.  

Das man an weiter an der Einheit und gleichen Verhältnissen arbeiten muss, waren sich alle Gäste einig. Rente und Bezahlung in den neuen deutschen Ländern sind nach wie vor niedriger als im Westen. Viele junge Leute im Osten verlassen ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit. Bei den Zurückbleibenden verstärkt dies die Zukunftsangst mit allen Auswirkungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene.  

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