Wachsam bleiben!

Holzheimer Christen gedenken Reichspogrom-Nacht und den Opfern

Gedenken an die Holzheimer Opfer der Shoa (Holocaust)

Im Gedenken an die Reichspogrom-Nacht am 9. November 1938 setzten auch Holzheimer Christen mit dem Entzünden von Kerzen für die Opfer aus ihrer dörflichen Mitte am Samstagabend ein Zeichen. 

„Es gibt einfach Dinge, die falsch und böse sind und sich nicht gehören. Wir müssen wachsam bleiben.“ 

Pfarrer Matthias Bubel

Am Gedenkstein bei der evangelischen Kirche erinnerte Pfarrer Matthias Bubel an die im Jahr 1942 deportierten und im Vernichtungslagern ermordeten jüdischen Mitbürger mit Isaak Bamberger, Rosalie Bamberger geb. Weinberg, Leopold Goldschmidt, Mathilde Goldschmidt, geb. Grünebaum, Berta Grünebaum, Lili Herz geb. Weinberg, Adolf Lindheimer, Jettchen Linheimer geb. Hammerschlag, Rosa Lindheimer, Veitel Lindheimer, Friedrich Lindheimer und Maier Lindheimer.

Bei der Andacht und Fürbitte waren auch die Jugendlichen dabei, die im nächsten Jahr ihre Konfirmation feiern können. „Wir verneigen uns vor den Opfern. Die Erinnerung darf nicht Enden.“ blickte Bubel auf die damaligen dörflichen Ereignisse. In der „Reichskristallnacht“ sei mehr als Kristall zu Bruch gegangen. „Es gibt einfach Dinge, die falsch und böse sind und sich nicht gehören. Wir müssen wachsam bleiben.“ rief der Kirchenmann im Blick auf jüngste aus religiösem und rassistischem Hass begangenen Straftaten in Deutschland zur Wachsamkeit und gegen das Wegschauen auf. 

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