Man(n) singt „mehr“ als Deutsch

Deutsch-schwedisches Konzertreffen wurde zelebriert

Schwedisch-Deutsche-Chorkooperation in der „Singenden Stadt“ Pohlheim

Als am Konzertende von „Man(n) singt Deutsch und …“ gestandene deutsche und schwedische Sänger auf der Bühne der Volkshalle Watzenborn-Steinberg standen gab es begeisterten Applaus Angesichts des vollen Männerchorklangs. Gemeinsam stimmten die beiden Chöre des Sängerkranz mit Dirigent Peter Schmitt mit den dreizehn Chorgästen des Kvartettsängsällskapet-Chores aus Helsingborg unter Leitung von Bo Isgar das klassische deutsche Volkslied „Am kühlenden Morgen“ neben weiteren Titeln an. Es war krönender Abschluss eines an Höhepunkten reichen sonntäglichen Konzertabends, bei dem diesmal nicht nur deutsche Chorliteratur auf dem Programmzettel stand. Zudem sorgte die Stimme von Mezzosopranistin Michaela Wehrum für den klangvollen Frauenanteil am Erfolg dieses Konzertabends im Hans-Weiß-Saal. 

Ton trifft auf Aussprache beim Sängerkranz
Michaela Wehrum: Charmante Leichtigkeit

„Es ist ein tolles Gefühl, wenn man in die dichten Zuschauerreihen schaut, die allesamt gute Chormusik hören wollen.“ freute sich so auch für die Gastgeber vom Sängerkranz deren musikalischer Leiter Peter Schmitt angesichts des vollen Hauses. So hatte er auch gleich zu Beginn im ersten Block deutsche Klassiker mit seinem Sängerkranz-Männerchor wie Fritz Lubrichs „Tambursgesell“ und begleitet am Flügel von Marion Riemer Edward Griegs „Landerkennung“ zum konzertanten Einstieg ausgesucht. Das kam an beim Publikum, genauso wie der folgende Auftritt der bekannten Solistin Michaela Wehrum. Sie interpretierte, begleitet am Flügel von Wolfgang Wels, neben anspruchsvollen Liedgut von Gustav Mahler aus der romantisierten Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ ausgesuchte Texte mit „Des Antonius von Padua Fischpredigt“ und „Rheinlegendchen“ und daneben neben noch DEFA-Filmhits der 30er wie der von Zarah Leanders mit „Nur nicht aus Liebe weinen“ in charmanter Leichtigkeit. 

Vocale Sängerkranz mit Peter Schmitt

Dass die Schweden sich nicht nur auf skandinavische Literatur verstehen, sondern auf internationalem Parkett die Klaviatur der Weltchormusik beherrschen, zeigten sie mit Titeln aus Slowenien, Estland, Irland und den USA. Latein bis Englisch kein Problem für die Schweden, die mit kleiner Chormannschaft als Gegenbesuch in die „Singende Stadt“ angereist waren. Das sie in ihrer Heimat das gute Leben und dabei den gehaltvollen Wein lieben, bewiesen sie zudem stimmlich bei schwedischen Volksliedern wie beim flotten „Hey Dunkom!“. 

Schwedische Chorgäste aus Helsingborg in Aktion

Dazwischen hatte Peter Schmitt am Klavier selbst ein gesangliches Ausrufezeichen mit dem Johannes Oerding-Hit „Heimat“ gesetzt, als Hommage an seine Tochter und als Bonbon fürs Publikum. Die vocale-Sänger mit Schmitt widmeten zudem den schwedischen Gästen in deren Landessprache das Volkslied „Kung Lijekonvalje“ (König Maiglöckchen). Sie bewiesen aber auch die humoristische Klaviatur im A Capella-Gesang. Beim „Feuerzeug“ und „Das Mädchen und der Matrose“ war dies auch bildlich zu erleben. Das Publikum freute sich Lauthals. Hervorgehoben wurden im Konzertverlauf die Sängerkranz-Solisten mit Dieter Grünfelder, Marco Jung, Thorben Reuter, Mirko Keßler und Erik Burger sowie als Gast der Butzbacher Chorleiter, Sänger und Musiker Florian Ilge. 

Imposant! Zum Finale sangen alle Sänger gemeinsam

Zum Finale boten die Chorsänger aus beiden Ländern gemeinsam ein imposantes Bild auf der Bühne. Neben Blumen für Chorleiter, Solistin und Instrumentalisten durch die Sängerkranz-Vorsitzenden Werner Funk und Stefan Huster gab es für alle Sänger viel Applaus mit auf den Nachhauseweg. Zum Abschluss wurde aber zuvor noch gemeinsam dieses internationale deutsch-schwedische Chortreffen mit Bier, Wein und hessischen Spezialitäten in der Volkshalle fröhlich und mit einigen Trinkliedern gefeiert. 

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