Mahnmal vor Enthüllung

Erinnerung an Genozid an Christen vor über 100 Jahren findet Platz

Die Enthüllung des Mahnmals zur Erinnerung an den Genozid an Christen im damaligen Osmanischen Reich im Jahr 1915/17 steht in der Stadt Pohlheim offenbar kurz bevor. Dieser Tage wurde der Zylinder in eindrucksvoller Größe auf einem Betonfundament, noch verhüllt in Kunststofffolie, aufgestellt.

Noch verpackt. Das Genozid-Mahnmal.

Nachfahren der Aramäern, Armeniern und Chaldäern leben in der Diaspora seit fast einem halben Jahrhundert in Mittelhessen und hatten schon lange den Wunsch ihren Vorfahren in Pohlheim einen Ort des Gedenkens zu geben. Diesem Wunsch mit einem Mahnmal stimmten 2017 die Pohlheimer Stadtverordnetenversammlung Parteiübergreifend einmütig zu. Das hatte bereits von türkischer Seite im Vorfeld für Kritik und Protest wie im Juni 2019 gesorgt. Durch das Denkmal fühlen sich die Muslime aus der Türkei durch die Deutung als „Völkermord an Christen“ zu Unrecht an den Pranger gestellt. Kulturen und Religionen sollten in Versöhnung und Frieden, statt in Ablehnung und Zwietracht miteinander leben, so die von ihnen vertretene Meinung.

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