„Gloria“ erklang für neuen katholischen Pfarrer Markus Stabel in St. Martin

Der neue Pfarrer von St. Martin Pohlheim:
Markus Stabel bei der Einführung im September 2019

Unter Anteilnahme zahlreicher Mitglieder des „Pfarreienverbund Am Limes“ der römisch-katholischen Kirche mit den Gemeinden St. Josef Langgöns, Christkönig Linden und St. Martin Pohlheim wurde bereits Ende September in der katholischen Kirche St. Martin in Watzenborn-Steinberg der neue Pfarrer Markus Stabel eingeführt. Dabei legte der Kirchenmann Jahrgang 1963 vor Dekan Hans-Joachim Wahl und Gemeinde mit den beiden weiteren hauptamtlichen Kirchenmitarbeiterinnen, Pastoralreferentin Dr. Kerstin Rehberg-Schroth und Gemeindereferentin Christa Bruns-Danier, die offizielle Bereitschaftserklärung ab. Ein „Brückenbauer“ wolle er sein kündigte Stabel bei der symbolischen Schlüsselübergabe an. Der große Schlüssel stehe so auch für die Öffnung der Herzen der Gemeindemitglieder betonte der Dekan in der Messe. 

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Jakob Ernst Kandel konnte aus Politik und Gesellschaft zahlreiche Gäste, darunter Lindens Bürgermeister Jörg König, Pohlheims Stadtverordnetenvorsteher Dr. Helge Stadelmann und 1. Stadtrat Ewald Seidler sowie aus Langgöns politische und kirchliche Vertreter unter den zahlreichen Gästen des Festgottesdienstes begrüßen. Von der katholischen Kirche waren Diakon Wolfgang Peis, Gemeindepfarrer in Ruhestand Thomas Knedelhans sowie Stabels Studienfreund Pastor Norbert Scheckel aus Geseke als weitere Würdenträger gekommen und zelebrierten die Messe gemeinsam mit Stabel und dem Dekan. 

 „Wir brauchen Geschwister, die Brücken bauen, wenn scheinbar unüberwindbare Gräben zwischen einzelnen Geschwistern und Gemeinden entstanden sind.“

Pfarrer Markus Stabel

Der Mainzer Bischoff Peter Kohlgraf übermittelte gleich zu Beginn durch Dekan Hans-Joachim Wahl die besten Wünsche und übertrug dabei Markus Stabel das Pfarrverwaltungsamt in seinem offenen Brief. Die Botschaft des Evangeliums in der heutigen Zeit ins Gespräch zu bringen skizzierte er als zentrale Aufgabe Stabels und machte ihm Mut in einer Zeit des Umbruchs und neuer Prozesse in den Gemeinden. Zentrale Aufgabe sei dabei die Mitarbeit und Mitgestaltung durch die Gemeindemitglieder. Das Zusammenwirken werde immer wichtiger. „Glauben teilen, Verantwortung teilen, Mitwirkung teilen“ zitierte Wahl aus der bischöflichen Botschaft aus Mainz. 

An die scheinbar unüberwindbaren Gräben zwischen Menschen, von der schon die Bibel berichtete, erinnerte Stabel und zeigte sich überzeugt diese zu überwinden. In seiner Predigt hatte sich Stabel dazu eine Gleichung aus dem Evangelium ausgesucht, die den trennenden Abgrund thematisierte, der ein Zusammenkommen scheinbar unmöglich machten. „Wir brauchen Geschwister, die Brücken bauen, wenn scheinbar unüberwindbare Gräben zwischen einzelnen Geschwistern und Gemeinden entstanden sind.“ zitierte er aus der Apostelgeschichte. „Kirche gemeinsam gestalten.“ sei dabei ein passendes Motto zur bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahl. Er und sein Pfarrteam wollten ihr Teil für das Miteinander tun und appellierte dabei an alle Gemeindemitglieder dies zu unterstützen. „Für wen mache ich das?“ stellte er die zentrale Frage und gab die Antwort gleich darauf mit den Worten „Für Jesu Christus!“. Allerdings seien alle nur Menschen, warb er um Verständnis für die Unvollkommenheit. „Wir wollen Hirtinnen und Hirten für sie sein.“ sagte er. Und auch im Blick auf die Ökumene warb er um Zusammenarbeit. Das „Gloria“ war passend an diesem Festtag von der Chorgemeinschaft des Pfarrgemeindebundes unter Leitung von Stefan Worlitsch, die den Festgottesdienst wie auch die Jugend-Band „Laudemus“ musikalisch umrahmten.

Geschenke für den neuen Pfarrer Markus Stabel beim Einführungsgottesdienst in St. Martin Pohlheim

Nach fast zwei Stunden Gottesdienst zur Einführung, wünschten die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden mit Petra Hamp (Linden), Angelika Richter-Seibert (Langgöns) und Jakob Ernst Kandel (Pohlheim) im Namen ihrer Gemeinden alles Gute und übergaben dem passionierten Hobbykoch einen passenden Gruß aus der Küche zusätzlich mit einer bunten Kochschürze. Und auch Pastoralreferentin Dr. Kerstin Rehberg-Schroth und Gemeindereferentin Christa Bruns-Danier wurden mit Geschenken bedacht. Für die zu schaffenden neuen Strukturen in den drei Gemeinden gebe es viel zu tun blickte Kandel nach vorne und schloss mit Hermann Hesses gedichteten Worten „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, … “ 

Im Gemeindesaal wurden Pfarrer Markus Stabel im Anschluss beim Empfang zu seinen Ehren noch zahlreiche Grußworte übermittelt und Geschenke übergeben. Der neue Pfarrer begibt sich in Kürze zunächst auf eine schon lange geplante Pilgerreise nach Armenien, kündigte er an. Er freute sich über die vielen Glückwünsche zu seiner neuen kirchlichen Aufgabe in den drei Gemeinden mit ihren insgesamt 5.360 römisch-katholischen Christen. Für Stabel ist die Stelle im „Pfarreienverbund Am Limes“ die sechste Station. Die letzten acht Jahre war er in der Wetterau in den Gemeinden St. Maria Magdalena Dorn-Assenheim und St. Nikolaus Wickstadt tätig. Er übernahm seine neue Pfarrstelle von Pfarrer Ludger Müller, der zur St. Andreas Gemeinde nach Altenstadt im Wetteraukreis wechselte. 

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