Bild-Störung in Garbenteich

Damals Handschlag – Aktuell stehen die Zeichen wieder auf „Störung“: Bürgermeister Udo Schöffmann (links) und der damalige BI-Chef Olaf Bappert nach dem gescheiterten Bürgerbegehren 2018 zum inzwischen gescheiterten Outlet in Garbenteich

POHLHEIM – Eigentlich könnte im beschaulichen Pohlheimer Stadtteil Garbenteich alles so schön sein. Die Bürgerinitiative (BI) scheiterte zwar beim Bürgerentscheid im Sommer 2018 knapp, aber inzwischen ist das geplante in der Bürgerschaft umstrittene Neinver-Outletcenter Garbenteich-Ost trotzdem beerdigt. Die Investoren und Planer hatten die Lage in der Planungsvorbereitung offensichtlich falsch eingeschätzt. Das Berliner Verkehrsministerium spielte nicht wie geplant mit und verweigerte die sicher geglaubte Zustimmung zur gesonderten Autobahnabfahrt. Nichts desto trotz sind die „Kriegsbeile“ offensichtlich nicht zwischen allen Beteiligten begraben. Vielmehr schwelt ein „Kleinkrieg“ zwischen dem damaligen BI-Chef Olaf Bappert mit Bürgermeister Udo Schöffmann. Ausgangslage: Bapperts 12-Tonnner in Form eines Luxus-Reisemobils das auf der Straße vor seinem Haus parkt. Anwohner beschwerten sich. Die Stadt handelte mit einem einseitigen LKW-Parkverbot in der Straße und löste eine so nicht vorhersehbare Reaktion aus. Die klassische Grundlage für einen so auch populär bezeichneten Nachbarschafts- und Behördenstreit.

Blick zurück. Aus dem Herbst-Urlaub zurück entdeckte Bappert die Verbotsschilder und schlug auf seine Art zurück. Er parkte seinen 12-Tonner vor Schöffmanns Privathaus. Das postete er umgehend öffentlich in den Sozialen Medien bei „Facebook“ unter der offiziellen BI-Seite. Dabei protestierte er gegen die Maßnahme und warf Schöffmann vor ihn „So wie Erdogan“ anzugreifen. Die Frage, was die privaten Angelegenheiten mit der BI zu tun haben, wurde darauf zahlreich von den Lesern neben Art und Stil gestellt. Ein BI-Vertreter meldete sich zu Wort und forderte die Löschung des Posts. BI-Intern besteht. Gesprächsbedarf. Ein „Irrtum“ so Bappert zum BI-Post. Wie es weiter geht?! Sein Reisetrailer steht inzwischen wieder in seiner Straße, allerdings auf der Straßenseite ohne LKW-Parkverbot. Halten wir es als Beobachter mit unserem „Kaiser Franz“. Schaun mer mal wie es mit der Dorf-Posse weiter geht. Spannend bleibt es allemal. Bappert betont im Gespräch, dass ein vorheriger Strafzettel von der Stadt zurück genommen werden musste, weil er nicht rechtmäßig war.

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